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Matthias Buckel oculariste

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Der Verlust eines Auges nach einem Unfall oder einer Krankheit ist sicher ein traumatisches Ereignis. Deshalb hat man schon immer versucht das vermisste durch eine Augenprothese zu ersetzen.

Geschichtliches

Man hat schon seit langem probiert ein verlorenes Auge, nach einer Krankheit oder einem Unfall zu ersetzen, um das Aussehen des Gesichtes wieder herzustellen. Schon bei den Egyptern findet man künstliche Augen aus Edelsteinen oder bemaltem Glas. Diese « Schmuckstücke » waren jedoch hauptsächlich für die Toten bestimmt.

Zum ersten Mal beschreibt der französische Arzt Ambroise Paré(1510-1590) funktionstüchtige Augenprothesen. Diese waren meist Gold- oder Silberkugeln mit aufgezeichneter Iris. Sie waren schwer, unbequem und sehr teuer.

Man kann nicht genau sagen wann die Glas-Augen erschienen sind, aber es ist fast sicher eine Venezianische Erfindung um 1600, denn Shakespeare spricht von einem Glasauge im “King Lear”

Im XVIII Jahrhundert sind französische Prothesen die meist begehrten. Es sind ausgeschnittene halbe Glasschalen, die sich besser der Augenhöhle anpassen, die nie ganz sferisch ist, aber sie waren nicht immer optimal.

Diese Art Prothesen ist Heutzutage noch benutzt, zum Beispiel für Microphtalmien (geschrumpfener Augapfel).

Um 1835 interessiert sich ein Thüringer Glasbläser aus Lauscha, Ludwig Müller-Uri, für Augenprothesen und geht nach Frankreich Lernen. Zurück in Lauscha, übertreffen bald seine Prothesen Diejenigen aus Frankreich.

Damals war das benutzte Glas sehr Bleihaltig, war also irritierend und die Prothesen mussten alle sechs Monate gewechselt werden. Die Lauschaer Glasbläser entwickelten 1868 eine Glasmischung, die Mit Kryolithmineral(NaFlF3) gemischt, eine Korosionsresistente Prothese ermöglichte(Bis drei Jahren tragfähig), ein sehr natürliches Aussehen ergab, und keine Schwermetalle behinhaltete.

Dieses Glas ist noch heute benutzt und wird in nur zwei Deutschen Glasfabriken hergestellt.

Eine weitere Innovation war 1889, eine “Doppelwandige” Prothese, die es erlaubte den Verlust der Substanz in der Augenhöhle zu vermindern.